Bewertung 5/6 Pommesgabeln
Genre Piratenrock
Label Totentanz Records
Releasedatum 31. Mai 2013
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Elmsfeuer - Schatzsuche

3. Juli 2013, 23:34 - review, mittelalter, elmsfeuer, totentanz-records - geposted von Kampfente

Alle Mann an Board und setzt Segel - die Elmsfeuer setzt mit Ihrem Debütalbum "Schatzsuche" in den Tiefen des Piratenrocks direkten Kurs auf eure Ohren. Nach Ihrem Promoalbum "1712", lief jetzt am 31.05.2013 das erste Album aus dem Hafen aus. Unterstützt vom Metalmessage und dem Label Totentanz Records setzen die sechs Musiker aus Dieburg direkten Kurs Richtung Erfolg!

Um einen ersten Eindruck zu erhalten hier ein Video vom Promo-Album "1712":


Review:

Dann kommen wir auch direkt zu den Songs der Piraten:

Eröffnet wird das Album mit einem Intro, welches eine kleine Geschichte erzählt. Unterlegt mit Meeresrauschen und Spieluhr geht es in ein Instrumentalstück über, in dem der klare Sound, der im gesamten Album vorherrschen wird, schon erkennbar ist.

Beschwingt geht es direkt über in den Titelsong des Albums - Schatzsuche - über. Berichtet wird von der Suche nach dem großen Schatz, den jeder Pirat finden wollte, und dem Auf und Ab der Suche. Was der Schatz letztendlich ist, dürft ihr selbst heraushören. Insgesamt ein sehr beschwingter Song, der Lust auf deutlich mehr macht.

Vom Text in Klaus Störtebeker war ich zugegebenermaßen am Anfang etwas irritiert - handelt es sich beim guten Herrn Störtebeker doch um einen der berüchtigsten Seeräuber der Geschichte, um den sich diverse Legenden ranken. Besungen werden die Likedeeler, zu denen Störtebeker gehört haben soll. In einer so fröhlichen Variante habe ich noch keinen Song über diese Legende gehört.

Etwas ruhiger - fast schon balladesk - und ernster geht es in Das wahre Leben zu. Der Song beschreibt das harte Leben eines Piraten.

Direkt im Anschluss geht es wieder freudig und beschwingt zum Tavernenspektakel über - definitiv ein Liedchen, bei dem sich jeder bessere Pirat freudig betrinken und auch sonst seinen Spaß haben kann.

Die Schlange ist eine weitere Ballade, in der es um den Verrat und die Enttäuschung über den Selbigen geht. Textlich ein ziemlich ernster Song - und dementsprechend klingt er auch deutlich düsterer als alle Songs zuvor.

Zur Auflockerung besticht Beim Klapperbautermann mit einer sehr eingängigen Melodie. Der Instrumentaltrack eignet sich auch gut zum fröhlichen Tanzen in der Taverne.

Der Seemann ist eine weitere Ballade. In ihr wird beschrieben, wie sich ein junger Mann dazu entscheidet, Seemann zu werden - mit all seinen Hoffnungen und Wünschen die sich auf See erfüllen sollen.

Ein Tanzlied bei dem man einfach mitgrölen und -tanzen muss ist das Seeräuberleyd. Wer bei diesen Rhythmen seine Beine still halten kann hat definitiv etwas falsch gemacht oder zwei Holzbeine. Schwungvoller und ansteckender Sound!

Unterm Sichelmond erzählt nun, was passiert, wenn Piraten an Land auf Beutezug gehen, welche Gefahren und auch Schlachten bestritten werden müssen, um reiche Beute zu machen.

Was bei einem Piratenrock-Album fast nicht fehlen darf, ist ein kleines aber feines Sauflied. Der Zerbrochene Krug ist ein flotter Song, dem es definitiv gelingt, zum ausgiebigen Alkoholgenuss zu animieren - und das bis zum jüngsten Tag!

Der Mythos vom Weltenrand wird im letzten Lied bespielt und erklärt, wie es den Piraten immer wieder gelingt, Justitia zu entkommen und wiesso es auf dem Meer so gefährlich ist.


Tracks:

  1. Intro
  2. Schatzsuche
  3. Klaus Störtebeker
  4. Das wahre Leben
  5. Tavernenspektakel
  6. Die Schlange
  7. Beim Klapperbautermann
  8. Der Seemann
  9. Seeräuberleyd
  10. Unterm Sichelmond
  11. Der zerbrochene Krug
  12. Weltenrand

Line-Up:

  • Anni (Akkordeon)
  • Franzi (Geige)
  • André (E-Gitarre)
  • Holsch (Bass)
  • Simon (Schlagzeug)
  • Wirti (Gesang + A-Gitarre)

Fazit:

Ein sehr abwechslungsreiches Album, welches keine Wünsche offen lässt. Es gibt Balladen, Tanzlieder und auch etwas düsterere Songs - was will das Piratenherz mehr? Den Musikern merkt man an, dass sie an dem, was sie tun, Spaß haben und dabei auch ihre Instrumente absolut im Griff haben. Der klare Gesang des Käptns der Mannschaft passt jeweils zur Stimmung der einzelnen Songs.
Bei jedem, der auf mittelalterliche Musik und hier insbesondere Piratenrock steht, darf dieses Album nicht im Regal fehlen. Wer diese Musikrichtung noch nicht kennt, wird sie sicher mögen und lieben lernen.
Elmsfeuer haben das Potential, eine der ganz großen Bands in der Mittelalterszene zu werden. Warten wir gespannt ab, wie sie sich in Zukunft noch entwickeln und ob sie auch mal auf einem der MPS-"Festivals" für Stimmung sorgen!

Insgesamt hat Elmsfeuer ein sehr überzeugendes Album abgeliefert, und deshalb...

... gibt es auf jeden Fall 5 von 6 Pommesgabeln!